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Wie anreden?

Werdet Ihr ständig im falschen Geschlecht angesprochen? Ich schon. Ich freue mich sehr, wenn Ihr dabei helft, diesen Fehler künftig zu vermeiden. Auch wenn viel über diese angeblich komplizierte Materie gejammert wird: Auch trans Menschen verdienen eine respektvolle Kommunikation. Nein, das ist keine Ideologie, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Und so geht´s:

  1. Name: Peter Carla – nicht Teile davon, keine Abkürzungen, keine Spitznamen.
  2. Geschlecht: Nichtbinär. Im Pass steht: „divers“ – eigentlich ein Quatsch-Wort und damit KEINE Anrede, sondern ein Notbehelf.
  3. Anrede: Weder männlich noch weiblich. Wählt am besten entweder gar keine Anrede oder verwendet meine Vornamen. Daraus folgt: „Herr“ oder „Frau“ sind FALSCH.
  4. Anrede: Soll eine förmliche oder persönliche Ansprache gewählt werden, ist Gendern angesagt: Liebe*r Peter Carla – oder Liebe:r Peter Carla. Ansonsten verzichtet drauf.
  5. Pronomen: dey/dem. Dekliniert wird so: dey/deren/dem/dem
    Beispiel: Wo ist Peter Carla? – Dey ist im Bad.
    Ja, das kann man auch lernen, wenn man über 50 ist. Nein, das ist keine Option, sondern Standard.
  6. Da ich nichtbinär bin, sind die Zuschreibungen als „Mann“ oder „Frau“ logischerweise FALSCH. Die Aussage „Das ist mein Mann“ wird nur als `Dienstbezeichnung´ mit einem Augenzwinkern akzeptiert.
  7. Fragen sind sowohl erlaubt als auch erwünscht. Erklärungen, warum man mich trotzdem mißgendern will, NICHT.
  8. Irrtümer und Fehler sind menschlich und seien Euch verziehen. Etwas Mühe dürft Ihr Euch aber schon geben. Rechnet also damit, dass ich Euch ab und an mit einer Korrektur nerve.

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